Bedrängnis, Hoffnung & Hilfe

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Bedrängnis, Hoffnung & Hilfe

“Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not…”  (Psalm102,3).

Psalm 102:1-12 ist das Gebet eines Menschen, der mitten im Leiden steckt. Wir können uns mit ihm identifizieren. Er bringt seine Klagen, Ängste und Sorgen vor Gott. Er verspürt aus vielen Richtungen Druck. Er spricht vor allem von seinen Feinden und auch von seinem physischen Leib. Auf der anderen Seite bekommen wir den Eindruck, dass ein Teil des Problems darin liegt, dass der Verfasser sich entfernt von Gott fühlt.

Was auch immer der Grund ist, ob es ein persönlicher innerer Kampf Davids war oder ob Gott Davids Handlungen missfielen und Er auf Buße wartete; dies ist für jeden eine gefährliche Lage.

Wie kann man in dieser Situation vor Gott kommen? Wir sehen die Trockenheit von Davids physischem, mentalen und geistlichen Dasein. David braucht Wasser. Er braucht die Gegenwart des Heiligen Geistes, von dem er sein eigentliches Leben zog. Die Vögel, auf die er sich bezieht (Vers 7), sind solche, die in der Wüste und an verfallenen Orten wohnen, Symbole von Tod und Zerstörung.

Interessanterweise beschreibt David das Gefühl, allein zu sein, mithilfe eines Vogels, der allein auf einem Dach singt (Vers 8). Wann sieht man David allein auf einem Dach? Als er Bathseeba beobachtete. Und wohin führte ihn das? David geriet in diese Situation, weil er an einem Ort war, wo er nicht hätte sein sollen.

Die Tiefe von Davids Leid wird in dem Bild dargestellt, dass seine Tränen in seinen Becher fallen (Vers 10).  Jeder ist gegen ihn. Wo lesen wir im Wort noch über jemanden, der verachtet war? Wir sehen Jeschua (Jesus) genau in dieser Situation, als Er innerlich leer und entfernt von Gott zu seinem Vater ruft, in einer Situation des Leidens, als alle – bis auf wenige – sich gegen Ihn gewandt hatten. “Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.” (Psalm 22,2; Matthäus 27,46)

Dies ist ein Ort sichtbarer Schwäche und sogar ein Ort des Zweifels, an dem wir uns auch manchmal befinden können. In Vers 13 sehen wir, wie es in David “Klick” macht und er sich an den Herrn wendet: “Du aber HERR, bleibst ewiglich, und Dein Name für und für…”

Die Veränderung kommt, indem man proklamiert, wer Gott ist und was Er versprochen hat. Dieser Psalm ist nicht als Abbild des Leids einer einzelnen Person geschrieben, sondern für uns alle. Niemand ist immun gegen Zeiten voll Kampf, Prüfungen und Sorgen. Gott möchte, dass wir uns Ihm zuwenden und uns an Ihn lehnen.

Wer sind die Gefangenen, die erwähnt werden, und von welchem Gefängnis ist in Vers 21 die Rede? Angst vor dem Tod ist eins der größten Gefängnisse für all diejenigen, die nicht in Gottes Zuflucht leben. Er versetzt uns jenseits der Bedrückungen der Welt. Wenn wir in Lobpreis und Anbetung eintreten, danken wir Gott und werden mit Seinem Geist erfüllt. Wir finden den Weg, um aus unserer Verwirrung, aus Angst und Zweifel herauszuklettern.

An diesem Ort verwandeln wir uns von einem Vogel, der allein auf einem Dach singt, in einen „erneuerten“ Adler, der hoch über der Situation kreist (Jesaja  40,29-31; Psalm 103,5).

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By | 2020-07-14T14:02:04+00:00 Juli 14th, 2020|Unkategorisiert|0 Comments

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