Der Kreis schliesst sich: Die Zeit und Geographie von Gottes Heilsplan

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Der Kreis schliesst sich: Die Zeit und Geographie von Gottes  Heilsplan

Jesaja 59 fasst den ganzen Heilsplan Gottes zeitlich und geographisch zusammen.

Das Kapitel beginnt mit der Aufzählung der vielen Sünden Israels (Verse 1-15a). In den folgenden Versen 15b-16a wird Gottes Missfallen an Seinem Volk beschrieben, um dann überzuleiten zu Seiner Antwort darauf – sie ist sowohl „Erlösung“ (hier spricht Er vom Kreuz) und Gericht (16b-18), wenn Sein eigenen Sohn in der vollen Rüstung Gottes als Krieger erscheint. Vers 18 macht deutlich, dass Er nicht nur in Israel Gericht hält, sondern auch in der ganzen Welt aufgrund deren Rebellion gegen Ihn. Dann stoßen wir auf den ungewöhnlichen Vers 19:

Dann werden sie den Namen des Herrn fürchten vom Sonnenuntergang an

   und vom Sonnenaufgang seine Herrlichkeit.

Denn er wird kommen wie ein drängender Strom,

   den der Hauch des Herrn vorwärtstreibt.

Man beachte, dass der Vers zuerst den Westen erwähnt, und dann den Osten. Nach dem Sündenfall mit seiner Scham und Traurigkeit lebten Adam und Eva im Osten. Doch Abraham kehrte zurück, als er aus Gehorsam gegenüber der Verheißung in Richtung Westen wanderte, so wie es auch die Weisen Männer taten auf ihrer Suche nach dem Messias. Im Westen werden die Menschen „den Namen des Herrn fürchten“: In der Apostelgeschichte wird es Paulus durch den Heiligen Geist verwehrt, in Richtung Osten in die römische Provinz von Asien zu gehen (womit nicht das heutige Asien gemeint ist), sondern er wurde in den Westen nach Europa geschickt, und dies in einem Traum, wo ein Mann aus Mazedonien ihn rief. Später beendete er auch sein Leben in Rom. Im 4. Jahrhundert AD spielte Kaiser Konstantin eine Schlüsselrolle in der Christianisierung seines hauptsächlich westlich orientierten Kaiserreiches, und bereitete auf diese Weise das Wachstum der römischen Kirche in großen Teilen Europas vor.

Jesajas „drängender Strom“ nach Westen brauchte Zeit, um Eigendynamik zu entwickeln – die römisch-katholische Kirche in Europa wurde korrupt und bereitete den Weg für die Protestantische Reformation im 16. Jahrh. vor, die einen biblischen Ausdruck des Glaubens in die westlichen und nördlichen Regionen des Kontinents brachte. Als dann im 17.Jahrh. die Pilgrim Fathers aus Europa nach Nordamerika flohen, weil es ihnen unmöglich gemacht worden war, ihren Glauben in Freiheit ausleben zu können, konnte das Christentum wieder seine Blüte erleben; außerdem wurde die USA zum größten Heimatland des jüdischen Volkes.

Somit wurde im Westen „die Furcht des Herrn“ zu einem festen Fundament, das Ordnung, Disziplin und Gerechtigkeit in die Institutionen der Gesellschaft einfließen ließ.

Auch dieser Glaube in den USA bewegte sich weg von Gott, und so drängte der Strom des Evangeliums weiter westlich und brandete über die schönen Küsten der Pazifischen Inseln, wo die vielen Söhne von Kannibalen jetzt König Jeschua verehren (und auch deutlich südwärts nach Afrika und Lateinamerika und nördlich nach Russland). In den Jahren 1977-1997 erlebte dann Südkorea den schnellsten Zuwachs von christlichen Gemeinden in der ganzen Welt (interessanterweise auch das schnellste Wachstum ihrer Wirtschaft in genau diesen Jahren), als ein Drittel der Bevölkerung sich zum Herrn bekehrten, und diese hauptsächlich aus dem Buddhismus kamen.

Der Fokus in diesen Ländern der „aufgehenden Sonne“ war immer die glorreiche Herrlichkeit und Majestät Gottes – „Dann werden sie den Namen des Herrn fürchten vom Sonnenuntergang an  und vom Sonnenaufgang seine Herrlichkeit“.

Der sich intensivierende „Strom“ des Evangeliums drängt weiter nach Westen! Aufgrund von Verfolgung hat China rein zahlenmäßig den größten Gemeindezuwachs in der menschlichen Geschichte gesehen, wo es heute über 100 Millionen gläubiger Menschen gibt, und von denen man wiederum 100,000 Missionare in westliche Richtung aussenden will. Die Kirche in Nepal, die in den 1980ziger Jahren gerade einmal aus einer Handvoll von Gläubigen bestand, wuchs an zu einer geschätzten Zahl von einer Million gläubiger Christen in unserer Zeit. Nach dem Fall des Kommunismus in den 1980iger Jahren bekehrten sich viele in den zentralasiatischen Republiken zum Herrn, wobei das Evangelium die alten Barrieren des Buddhismus, Hinduismus, Atheismus und jetzt des …. Islams niederreißen. Heutzutage befinden sich die am schnellsten anwachsenden Kirchen in der Welt im schwer verfolgten  Afghanistan und Iran, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 16,7%, bzw. 19,6% nach den Angaben von Operation World. Open Doors spricht von 800,000 Menschen.

Und so kehren wir zurück nach Jerusalem auf den Pfaden der alten Seidenstrasse, wo es nur noch wenige  Barrieren gibt, und kommen wieder bei Jes 59,20 an:

Und ein Erlöser wird kommen für Zion und für die, die in Jakob vom Treubruch umkehren, spricht der HERR.

Paulus zitiert genau diese Worte in Röm 11,26b-27, als er von der Vollzahl der Nationen spricht und erklärt, wenn der Heilige Geist seine Runde um die Erde und seine Völker gemacht hat und zum Ausgangspunkt zurück gekommen ist, dann ist die Zeit für Israel angekommen:

…“ Verstockung ist Israel zum Teil widerfahren, bis die Vollzahl der Nationen hineingekommen sein wird; und so wird ganz Israel errettet werden…“ Röm 11,25/26a

Das Wort „so“ ist der Schlüssel, indem es die Ursache und Wirkung anzeigt. Die Vollzahl der Nationen, globale Verfolgung, Fürbitte,  die Nationen, die Israel zum Neid provozieren, endzeitliche globale Ernte, all dies führt zur („so“) vollzogenen Buße von „ganz Israel“ und zur Rückkehr des Erlösers nach Zion in Seiner Antwort auf unseren Ruf “Baruch HaBah b”shem Adonai”.

Und so werden bald Israel und die Vollzahl der Nationen im Osten, Westen, Norden und Süden zusammen „den Namen des Herrn fürchten“ und Seine Herrlichkeit rühmen – gemäß den unzerstörbaren Bundesverheißungen des Herrn.

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By | 2019-11-22T12:51:42+00:00 November 22nd, 2019|Unkategorisiert|0 Comments

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