Ein Ungeteiltes Herz: 2. Teil

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Ein Ungeteiltes Herz: 2. Teil

Es geschah aber, als sie ihres Weges zogen, dass er in ein Dorf kam; und eine Frau mit Namen Marta nahm ihn auf. Und diese hatte eine Schwester, genannt Maria, die sich auch zu den Füßen Jesu niedersetzte und seinem Wort zuhörte.

Marta aber war sehr beschäftigt (Hebr.:herum gezerrt) mit vielem Dienen; sie trat aber hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfe! Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: “Marta, Marta! Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; eins aber ist nötig. Maria aber hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird.” Luk 10,38-42

Hier haben wir vor uns das Bild eines gespaltenen Herzens (Martha), und eines ungeteilten (Maria). So viele Gläubige im Leib Christi sind wie Martha, innerlich gespalten und äußerlich von vielen Aktivitäten herumgewirbelt. Sie glauben, sich mit dieser Übergeschäftigkeit den Himmel zu verdienen, während sie andere, die an den Füßen des Herrn sitzen, einfach nur als faul einschätzen, oder auch als unwillig, sich an die Seite der mehr Beschäftigten zu stellen. Ein solches Denken ist kein neues Phänomen.

Als Mose im Gehorsam zum Wort des Herrn den Pharao auffordert: “Lass mein Volk ziehen, damit sie MICH anbeten“, da weigert sich Pharao, indem er behauptet, dass das Volk faul sei und nur darum seine Arbeit hinwerfen will, um seinem Gott Opfer darzubringen. Der Herr aber wollte Sein Volk von Arbeitern /Sklaven in Anbeter/Priester umwandeln. Pharao (ein Urbild von Satan) versuchte, Gottes Volk davon zu überzeugen, dass „einfach nur“ den Herrn anzubeten  Faulheit sei, anstatt sich mit etwas „Konstruktiverem“ zu beschäftigen, wie etwa dem Bau von großartigen Bauwerken im Schweiße ihres Angesichtes.

Satan wird immer das Volk Gottes davon überzeigen wollen, dass die Anbetung des Herrn ganz einfach nur Selbstprofilierung oder Faulheit sei und dass es wichtigere Dinge zu tun gäbe, selbst im Dienst der Verbreitung des Gottesreiches. Doch der Herr hatte Mose und dem Volk befohlen, Ägypten zu verlassen (die Welt), um Ihm auf dem heiligen Berg ein Opfer darzubringen. Pharao sagt:

„Man erschwere den Leuten die Arbeit, dass sie damit zu schaffen haben und sich nicht an falsche Worte kehren!“ (Schlachter Übers.)

Mose hatte die Worte des Herrn gehört, als er sich am Rande der Wüste befand, aber genau dann legt der Feind mehr Arbeit auf den Nacken des Volkes um es davon zu überzeugen, dass den Worten des Herrn Folge zu leisten schiere Dummheit sei. Ex 5,1-9

Aber zurück zu Maria: Sie sitzt mit ungeteiltem Herzen  zu Füßen des Herrn und lauschte seinen Worten,  ohne sich ablenken zu lassen. Martha DIENTE, doch Maria HÖRTE. Martha sorgte in ihrem Dienst in der Küche (und Jammern) für viel Wirbel, aber Maria saß nur da und hörte zu, und während sie das tat, hörte sie Gott! Die meisten gläubigen Menschen sitzen und hören nicht lang genug zu, um wirklich Gott sprechen zu hören. Sie werden abgelenkt und sind in ihrem Herzen geteilten Sinnes. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem RHEMA, das durch den Mund Gottes geht.“

Maria lernte, dass das wahre Leben darin besteht, das von Gott gesprochene Wort zu hören, welches seine Kraft nicht von verderblichem Brot bekommt, sondern von der überfließenden Liebe des göttlichen Herzens. Marias Nahrung war es, dieses Wort zu hören und danach zu handeln. Jesus weiß, dass was wir am dringendsten brauchen dieses Hören Seines Wortes ist, während wir zu Seinen Füßen niedersitzen und Ihm zuhören. Erst dann wird der Dienst für Ihn, wozu Er uns den Auftrag gibt, jene Vollkommenheit von Maria erreichen, die zu einem späteren Zeitpunkt das Salböl über die Füße Jesu fließen ließ, das noch bis heute mit seinem Wohlgeruch der Kalvarienliebe die Welt erfüllt.

Als sich Judas darüber beklagte, dass Marias Handlung pure Verschwendung wäre, da forderte ihn Jesus auf, sie in Ruhe zu lassen, weil sie dies in Vorbereitung für Sein Begräbnis getan hatte. Maria befand sich in einem solchen Gleichklang mit dem Herzen, Willen und Timing Gottes, dass sie bereit war, diejenige zu sein, die Seinen Körper für Sein Begräbnis salbte, nachdem sie in ihrem eigenen Herzen gehört hatte, dass ER für die Welt sterben würde. Sitzen und lauschen wir lange genug an den Füßen Jesu, um ein Wort von Ihm zu hören, das uns und andere für die Tage vorbereitet, die vor uns liegen, nämlich für die Wiederkunft des Herrn?

Wahre göttliche Liebe kann nie aus einem geteilten und abgelenkten Herzen herausfließen, das nur einen gewissen Teil an den Herrn und andere austeilt. Wahre göttliche Liebe kann sich nur aus einem ganz geheilten Herzen verströmen, das weder Maß noch Minimum kennt, und ihr Alles für den Herrn in verschwenderischer Weise weggibt. Von ihrem Wesen her kann Gottes vollkommene Liebe niemals nur stückweise fließen.

Denn wir erkennen stückweise, und wir weissagen stückweise; wenn aber das Vollkommene kommt, wird das, was stückweise ist, weggetan werden.“  1Kor 13,9

Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie auch ich erkannt worden bin.“ 1Kor 13,12

Wenn es in unserem Herzen keine Gespaltenheit mehr gibt, wenn wir nur noch den einen Wunsch und die Bereitschaft haben, in unserem vollem Erbe zu wandeln: mit dem neuen Herzen, völlig hergestellt und ganzheitlich, mit dem Herzen von Christus, dann werden wir Ihn nicht mehr schemenhaft sehen, sondern von Angesicht zu Angesicht. Wir werden so erkennen, wie wir erkannt worden sind, und einander nach dem Geist/Herzen Gottes  kennen und nicht mehr durch die Augen unseres alten verwundeten und zerrissenen Selbst.

Lasst uns darum weiter auf dem Weg zu unserer Vollkommenheit voranschreiten, indem wir unsere Augen auf die Hoffnung setzen, die vor uns liegt.

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By | 2019-12-27T12:50:06+00:00 Dezember 27th, 2019|Unkategorisiert|0 Comments

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