Fünf Arten, auf die Leiden Leben bringt

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Einer meiner Lieblingsverse ist Philipper 3,10. Hier ist Paulus im Gefängnis, aber anstatt Gott zu bitten, ihn aus dem Gefängnis zu retten, sagt er:

Ich möchte den Messias kennen, die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, um so seinem Tode gleichgestaltet zu werden.

Die meisten Menschen lesen nur den ersten Teil dieses Verses und stoppen dann. Aber wenn man die Kraft der Auferstehung empfangen möchte, muss man zuerst sterben. Niemand ist jemals von den Toten auferweckt worden, der vorher nicht zuerst tot war!

Wir nehmen diesen Tod bereitwillig an – und treten in sein Leiden ein – durch Leiden für das Evangelium. Hier sind fünf Beispiele für den geistlichen Nutzen des Leidens:

Mit Leiden kommt Nähe und Intimität

Es gibt einen Grad von Nähe und Intimität mit Jesus, der nur durch Leiden erreicht werden kann. Paulus setzt das Kennen des Messias mit dem Teilnehmen an seinem Leiden gleich.

Jeschua lädt uns ein, mit ihm zu leiden

Als ich vor einigen Jahren durch ein besonders schmerzliches Ereignis hindurchgehen musste – so schmerzhaft, dass ich dachte, ich wäre in meinem Dienst am Ende – hörte ich die Stimme des Herrn. Ich wusste, ich könnte mich selbst verteidigen und viele ermutigten mich auch genau das zu tun. Aber Jeschuas Wort an mich lautete: „Ich lade dich ein, mit mir zu sterben“. In der Minute, in der ich „Ja“ sagte, kam Frieden in meine Seele und ich wußte, er würde mich verteidigen. Und genau dies tat er dann auch innerhalb von nur wenigen Monaten. Ich hätte Sein Eingreifen nur durch einen Kurzgeschluss vereitelt, wenn ich mich selbst verteidigt hätte.

Leiden bringt Reife

Auf der Bibelschule hatten wir einen jungen “Propheten”, der uns besuchte und diente. Er war 18 Jahre alt und es war offensichtlich, dass er gesalbt war, aber unser Direktor warnte uns, dass nur die Jahre Weisheit hervorbringen würden. Einige Jahre später stellte sich heraus, dass er homosexuell war. Joseph hatte als Teenager eine prophetische Gabe, aber er war zu unreif, um sie zu gebrauchen. Sein drauflosplappern bei den Brüdern führte dazu, dass er zu einem Sklaven wurde – danach ein Gefangener. Nach vielen Jahren und Prüfungen war er schließlich reif genug für seine Berufung. Sein Leiden hatte ihn vorbereitet. Innerhalb von nur wenigen Stunden wurde er zum mächtigsten Mann auf dieser Erde.

Umso größer die Berufung, umso größer das Leiden

König David erhielt den Ruf König zu werden schon als Junge. Und für eine Weile entwickelten sich die Dinge so, als ob dies jede Minute geschehen könnte: eingeladen, um für Saul die Harfe zu spielen, Goliath getötet, Anführer des israelischen Heers und sogar das Versprechen seitens des rechtmäßigen Erben Jonathan, dass David an seiner Stelle König werden würde. Und plötzlich will der König ihn umbringen. Für mehr als ein ganzes Jahrzehnt litt er, als er auf der Flucht vor Saul war. Aber letztendlich diente dies alles dazu, um ihn vorzubereiten. Der nun ältere, reifere David hatte zwei Gelegenheiten Saul zu töten, aber er wollte nicht. Er war innerlich gewachsen und wurde kurz danach König.

Vom Tod zum Leben

Paulus sagt in 1. Kor. 4,10-12 dass wenn wir bereitwillig den Tod um des Evangeliums willen in Kauf nehmen, dann wird dies Leben in unseren Zuhörern hervorbringen. All das Leiden, das er für das Evangelium ertragen hat, hat eine kraftvolle Salbung freigesetzt, um die Gute Nachricht zu predigen. Wir haben ein Jahr lang in der Ukraine gelebt, nicht lange nach der Revolution. Wir kämpften dabei mit einer Wohnung voller Flöhe, einem Badezimmer, das jede Nacht Abwasser über unseren Fußboden ausspuckte und Bedrohungen seitens der Mafia. Es war hart! Aber am Ende haben wir eine neue Gemeinde hinterlassen, die bis zum heutigen Tag blüht und gedeiht.

Obwohl Leiden nicht dazu gedacht ist, Freude zu bereiten, gibt es einfach keinen anderen Weg, um all das zu werden und zu sein, zu dem Gott dich berufen hat.

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By | 2015-02-27T00:00:00+00:00 Februar 27th, 2015|Ohne Kategorie|0 Comments

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