Gott sagte es mir! …Wirklich?

This post is also available in: enEnglish frFrançais pt-brPortuguês

In unseren Gemeinden, wo wir an die aktiven Geschenke des Heiligen Geistes glauben, hören wir oft Leute sagen “Gott sagte mir…!“ Was meinen wir mit diesem Ausdruck? Kann es wahr sein?

Es ist durch Glaube an Jeschua möglich, den Heiligen Geist zu empfangen, so dass er in uns lebt: Röm 8,9; 11; 11 – “Gottes Geist in euch wohnt…” “der Geist

[…] in euch wohnt…” “wegen seines in euch wohnenden Geistes…”

Mit der geistigen Gegenwart Gottes in uns, können wir uns leiten lassen von jenem Geist. Röm 8,14 – “Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes.” Dieses Gespür innerer Leitung kann eine tägliche, wenn nicht eine Moment-zu-Moment-Erfahrung sein.

Diese “Führung” ist eine Fortsetzung der Erfahrung der Propheten Israels (1. Sam 10,10-13; Joel 2,28-29) und eine Erfüllung des Gebets von Moses, dass alle von Gottes Volk den Heiligen Geist und Prophetie empfangen würden (4. Mo 11:29). Die Erfahrung des “Innewohnens” des Neuen Bundes ist delikater, intuitiver, innerlicher, subjektiver und normaler als die prophetischen Eingriffe Gottes, wie sie im Gesetz und den Propheten beschrieben sind.

Gedanken unterscheiden

Im Herzen jedes menschlichen Wesens ist eine ständige Strömung von Gedanken. Einige dieser Gedanken haben geistigen Ursprung und einige fleischlichen: Röm 8,6 – “Denn die Gesinnung des Fleisches ist Tod, die Gesinnung des Geistes aber ist Leben und Frieden.” Ein Gedankenstrom kommt zu unserer Seele von unserem Geist her, welcher verbunden ist mit dem Geist Gottes. Der andere Strom kommt in unser Bewusstsein vom Fleisch her, welches verbunden ist mit der Welt, die von bösen Geistern beeinflusst ist (Epheser 2,2).

Wenn einer sagt: “Gott sagte mir”, meint er normalerweise: “Ich hatte einen plötzlichen, klaren und reinen Gedanken, der von meinem Geist her in meinen Kopf schoss, und ich bin mir sicher, dass dieser Gedanke vom Geist Gottes ist.” Weil es komisch wäre, all das zu sagen, sagen die Leute einfach “Gott sagte mir.” Es ist jedoch zwingend erforderlich, dass wir uns so oft erklären, um Missverständnisse zu verhindern. Wenn wir dies nicht tun, kann es anderen vorkommen, als ob wir eine übertriebene Behauptung machen, dass Gott gerade eingegriffen und uns eine Botschaft gegeben hat.

Es war nicht so, dass die Stimme Gottes laut zu dir gesprochen hat, aber dass du einen “Eindruck” in deinem Herzen hattest. Röm 8,16 – “Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist…” Aha! Also ist es wohl korrekter, zu sagen: “Ich spüre, dass der Geist Gottes mit meinem Geist bezeugt… ” Etwas in dieser Art regelmässig zu sagen, wird wohl weniger verwirrend sein als nur “Gott sagte mir…”

Dieses gelegentliche Erläutern würde unserer Aussage einen Hauch von Demut hinzufügen. Es würde auch den Neulingen helfen. Womöglich könnte es auch denen helfen, die Fehler und Übertreibungen gesehen haben, im Namen der Prophetie nicht verletzt zu sein, bis dahin, dass sie die Gaben des Geistes ablehnen.

Der Gedankenstrom in uns kommt in der Form von

  1. Worten
  2. Bildern
  3. Moralischem Gewissen

Das Gewissen bezeugt

Die dritte Art einer Botschaft ist eine intuitive Bestätigung oder Warnung, wie eine grüne Ampel – “geh“, gelb – “aufgepasst“, oder rot – “halt.” Röm 2,15 – “… indem ihr Gewissen mit Zeugnis gibt und ihre Gedanken sich untereinander anklagen oder auch entschuldigen…” Die meisten Leute erkennen einen Strom innerer Gedanken. Es geht darum, zu spüren, ob Gott etwas sagt, und wenn ja, wie es ausgelegt werden soll.

Das Gewissen ist der Teil unseres Geistes, mit welchem Gott primär “bezeugt”. Demnach haben Gottes Botschaften immer einen reinen, moralischen Aspekt. Röm 9,1 – “…, wobei mein Gewissen mir Zeugnis gibt im Heiligen Geist.” Gewiss spürst du eine Botschaft vom Geist Gottes, aber denk daran, dass sie durch deinen eigenen Geist und Gewissen gefiltert wird.

Was auch immer dein Herz beeinflusst, wird das beeinflussen, was du empfängst und wie du es wahrnimmst. Um die Wahrhaftigkeit einer prophetischen Botschaft zu erkennen, müssen wir diesen persönlichen Einfluss berücksichtigen. Wir weissagen immer noch stückweise, nicht vollkommen (1. Kor 13,9).

Lasst uns diejenigen demütig um Vergebung bitten, die “ausgeschaltet” wurden durch Ausschreitungen und Übertreibungen, oder gar durch komplette Lügen und Heuchelei. Lasst uns ein reinerer und wahrheitsgetreuerer Ausdruck prophetischer Gaben anstreben.

 

Print Friendly, PDF & Email
By | 2015-02-20T00:00:00+00:00 Februar 20th, 2015|Ohne Kategorie|0 Comments

Leave A Comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.