Maria am Grab: Fortschreitende Offenbarung – Teil 1

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Maria am Grab: Fortschreitende Offenbarung – Teil 1

Feiern des Internationalen Frauentags, 8. März 2020

Die heutige Autorin, Greta Mavro, dient in Griechenland im Namen von Revive Israel/ Tikkun Global ministries.

Als Kind redete, dachte und urteilte ich wie ein Kind. Doch als Erwachsener habe ich das kindliche Wesen abgelegt. Jetzt sehen wir nur ein undeutliches Bild wie in einem trüben Spiegel. Einmal aber werden wir Gott von Angesicht zu Angesicht sehen. Jetzt erkenne ich nur Bruchstücke, doch einmal werde ich alles klar erkennen, so deutlich, wie Gott mich jetzt schon kennt. Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Von diesen dreien aber ist die Liebe das Größte.   1. Korinther 13,11-13

Wenn göttliche Liebe erweckt wird, müssen wir kindliche Dinge ablegen, um Ihm nachzujagen bis wir Ihn von Angesicht zu Angesicht finden. Wenn wir lieben, geben wir uns niemals mit bruchstückhafter Erkenntnis zufrieden. Wir müssen (er)kennen, wie wir erkannt wurden. Dies ist die Natur der göttlichen Liebe.

In Johannes 20 gibt es eine gewaltige fortschreitende Offenbarung, die uns vom bruchstückhaften Wissen zum Erkennen des Ganzen, des Vollkommenen, führt. Wir können alle an dieser großartigeren Fülle der Beziehung Anteil haben, so wir auf den Herrn warten bis Er kommt, wie es Maria Magdalena am Grab tat. Maria war nicht damit zufrieden Jeschua in Teilen zu kennen, selbst nach Seinem Tod. Ihr Herz schrie nach mehr.

Am Sonntagmorgen, dem ersten Tag der neuen Woche, ging Maria aus Magdala noch vor Sonnenaufgang zum Grab. Da sah sie, dass der Stein, mit dem das Grab verschlossen gewesen war, nicht mehr vor dem Eingang lag. Sofort lief sie zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus sehr lieb hatte. Aufgeregt berichtete sie ihnen: „Sie haben den Herrn aus dem Grab geholt, und wir wissen nicht, wohin sie ihn gebracht haben!“  Johannes 20,1-2

Es gibt viele, die bei dieser Nachricht stehenbleiben würden, aber Petrus und Johannes, die in inniger Beziehung mit Jeschua unterwegs waren, liefen zum Grab, um weitere Nachforschungen anzustellen. Johannes der Geliebte überholt Petrus, bückt sich hinein, sieht das Leinengewand, geht aber nicht hinein. Petrus kommt an, betritt das Grab, wo er nicht nur das Leinengewand, sondern zusammengerollt an einem Ort für sich auch das Schweißtuch, das um Jeschuas Haupt gewickelt war, sieht. Danach betritt Johannes das Grab selbst und glaubt. Beide erhalten starke Beweise für die Auferstehung, jedoch nur zum Teil. Beide gehen wieder nach Hause. Es gibt viele, die ihre Suche auch dort eingestellt haben, sogar „nach Hause gegangen sind“ nachdem sie bruchstückhafte Erkenntnis des Herrn erhalten hatten. Viele bleiben zufrieden mit guten Predigten und Theologie, mit Konferenzen, erfolgreichem Dienst, einer Stufe an Offenbarung, aber sie hören dort auf.

Sogar Petrus und Johannes, welche Seine engsten Jünger waren, gingen wie üblich zurück in ihren Alltag. Tatsächlich ging Petrus zurück zum Fischen und zog die anderen verwirrten Jünger mit sich. Sie fischten die ganze Nacht, aber sie fingen nichts, denn Jesus hatte sie bereits berufen, Menschenfischer zu werden. In ihrer Ernüchterung kehrten sie zum „Fischen im falschen Meer“ zurück.

Aber Maria konnte nicht in ihr altes Leben zurückkehren. Sie konnte nicht „nach Hause gehen“ oder wie gewohnt zum Alltag übergehen. Jesus war ihr Zuhause, und ihr einziges und letztes Ziel war, Ihn wiederzusehen.

Inzwischen war auch Maria aus Magdala zum Grab zurückgekehrt und blieb voller Trauer davor stehen. Weinend schaute sie in die Kammer und sah zwei weiß gekleidete Engel an der Stelle sitzen, wo der Leichnam von Jesus gelegen hatte; einen am Kopfende, den anderen am Fußende.

„Warum weinst du?“, fragten die Engel.

„Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingebracht haben“, antwortete Maria. Johannes 20,11-13

Maria suchte mehr als Engel, mehr als Beweise für Jeschuas Auferstehung, mehr als einen Teil von Ihm. Sie suchte Jeschua, Ihn selbst! Sie suchte den Einen, den ihre Seele liebte!

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By | 2020-02-20T14:08:45+00:00 Februar 18th, 2020|Unkategorisiert|Comments Off on Maria am Grab: Fortschreitende Offenbarung – Teil 1