Von Hannah zu Hannah

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Von Hannah zu Hannah

Das Gebet von Hannah (der Mutter von Samuel, dem Propheten) erstaunt mich. Es scheint, als ob jede  gute Sache in der Bibel (oder anderswo) ihren Ursprung in einem Gebet einer Frau hat. Oft ist es eine Frau in einer verzweifelten Situation, die ein verzweifeltes Gebet betet.

Hannah gingen Sarah, Rebekka, Rachel, Maria und all die jüdischen Mütter in Ägypten voraus, deren Kinder getötet wurden. Gott benutze ihre Unfruchtbarkeit oder ihre Not mit ihren Kindern, um sie in tiefere Fürbitte zu hineinzuheben.

Hannah war kinderlos, ihr Mann hatte eine weitere Frau, Penina, die Kinder hatte. Hannah war eine gottesfürchtigere Frau als Penina, aber es hatte den Anschein, als sei sie nicht „gesegnet“. Sie war enttäuscht, bitter, frustriert und ein bisschen wütend auf Gott und ihren Mann. (I Samuel 1,7).

Sie kam an einen Punkt der Verzweiflung im Gebet (genau dahin drängte Gott sie von Anfang an). Hannah wollte nicht essen; sie konnte nur noch weinen, und beten.

I Samuel 1:10 – Sie aber war verbittert und betete und betete zum Herrn und weinte sehr heftig (Züricher Übersetzung).

Aus der Tiefe ihrer Qual im Gebet fokussierte ihre Seele ein Ziel und sie machte dem Herrn ein Gelübde. Wenn sie ein Kind haben würde, würde sie es dem Herrn weihen. (Vers 11).  Zu damaliger Zeit gab es keinen Richter, keine offene Prophetie und der Priesterstand war völlig korrupt. Das hingegebene und zielgerichtete Gebet dieser einen Frau veränderte die ganze Geschichte.

Man könnte Hannahs Gebet mit den Gebet Jeschuas (Jesu) in Gethsemane vergleichen oder mit dem Gebet der Jünger an Pfingsten. (Schawuot). Eli der Priester dachte, sie sei betrunken (V. 14). Aber Hannah entgegnete: “Nein:” – Ich habe mein Herz vor dem Herrn ausgeschüttet – I Samuel 1,15. Aufgrund der Tiefe dieses Ausschüttens ihrer Seele wurde ihr Gebet beantwortet.

Die unmittelbare Antwort auf ihr Gebet war “dieser Knabe“ – I Samuel 1,27. Aber dieser Knabe war mehr als ein normales Kind. Er stellte die Gabe der Prophetie im historischen Israel wieder her; Tatsache ist, dass er ein ganzes Zeitalter enreuerter Prophetie in Gang setzte. Er brachte Salbung für das Königreich; und für König David: und letztlich die Salbung, die nötig war, damit der Messias kommen konnte.

Die Gabe der Prophetie fiel zunächst auf Hannah, wie es in ihrem Loblied im zweiten Kapitel aufgezeichnet ist. (Zwei ganze Kapitel der Bibel sind dieser Frau des “Durchbruchs” gewidmet.) In ihrem Lied wurde offenbart:

  1. Die Auferstehung der Toten: Der HERR tötet und macht lebendig, führt ins Totenreich und wieder herauf – 2, 6.
  2. Gerechtigkeit für die Armen: Er richtet den Geringen auf aus dem Staub – 2, 8
  3. Den Tag des Gerichts: Der HERR richtet die Enden der Erde – 2, 16
  4. David’s Königreich: Er wird Macht geben seinem König – 2, 16
  5. Jeschuas Königreich: Und erhöhen das Horn seines Gesalbten – 2, 16.

Das ist nicht schlecht für ein einziges Gebet. Dies ist die erste direkte Verheißung des Kommens des Messias und Seines Königreiches. In ihren Geburtsschmerzen des Gebets brachte sie nicht nur Samuel zur Welt, sondern die Offenbarung des Königreichs des Messias. Sie brachte im Geist David und Jeschua zur Welt, genauso wie Samuel.

Ihr Gebet wurde von einer anderen Frau namens Hannah im Lukasevangelium, Kapitel 2 fortgeführt. Leider nennenviele Übersetzungen diese Frau Anna statt Hannah, was dazu führt, dass der Leser die hebräische Verbindung nicht sieht. Das Gebet der Hannah aus Lukas 2 ist die Forsetzung des Gebets der Hannah aus I Samuel 2.

[Anmerkung: Der Name Hannah kommt von der Wurzel KH-N, חנ, was “Gnade” bedeutet, genau wie im Namen Johannes, der eigentlich auf Hebräisch YoKhaNan heißt. Johannes Yokhannan ist wie  ein Mann  bzw. eine Frau der Gnade.]

Hannah war eine Prophetin aus dem Stamm Asser, die 60 Jahre lang Tag und Nacht gebetet hatte. Sie lebte in ständiger Fürbitte für die Geburt des kommenden Messias. Sie sah das Baby Jeschua, das die Erhörung ihres Gebets war, genau wie die erste Hannah Samuel sah, der die Antwort auf ihr Gebet war.

Lukas 2:37-38 – Diese Frau war eine Witwe von 84 Jahren; die wich nicht vom Tempel und diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf Erlösung zu Jerusalem warteten.

Das Gebet, die Verheißung und Salbung gingen von Hannah zu Samuel, von ihm zu David, zu Hannah, zu Jeschua. Verpasse nicht die Verbindungslinie von Hannah zu Hannah.

Hannahs Gebet hätte nicht diese prophetische Kraft erlangen können, wenn Gott sie nicht durch diese verzweifelte Situation geschubst hätte. Fürbitte aus der Tiefe der Verzweiflung heraus setzte eine Salbung frei, die die Welt veränderte.

So oft, wenn Gott es zulässt, dass wir in schwierige Situationen kommen, suchen wir für uns Linderung. Lasst uns lernen, die Schwierigkeit und den Widerstand zu umarmen und unsere negativen Gefühle in eine tiefere Ebene des Gebets einmünden zu lassen. Gebet aus den Tiefen einer menschlichen Seele, die in Schmerz, Ärger, Weinen, Frustration, Trauer und Gebrochenheit zu Gott schreit, kann einen großen Durchbruch bewirken.

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By | 2020-04-22T12:30:38+00:00 April 22nd, 2020|Unkategorisiert|0 Comments

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