Wiederholung der Nazi-Geschichte oder Reich Gottes-Erweckung?

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Wiederholung der Nazi-Geschichte oder Reich Gottes-Erweckung?

Wir gewöhnen uns in der Regel so sehr an unser Umfeld, dass wir es kaum noch wahrnehmen. Wir gewöhnen uns zu sehr an Schönheit wie auch an hässliche Dinge. Im Westen haben Generationen von ihrer Geburt bis zum Tod unter dem Einfluss einer Weltanschauung gelebt, die ihre Ursprünge in der Aufklärung hat. Diese philosophische und intellektuelle Bewegung hat ‘Gott ersetzt’ durch ‘Vernunft’ und ‘Erkenntnis’. Heute benutzen wir den Begriff ‘säkularer Humanismus’, wenn wir über das Konzept einer ‘moralischen’ Menschheit ohne Gott reden. In unserer säkularen Welt hat Gott nicht mehr viel Platz in den Schulen und Universitäten, in der Wirtschaft oder den Regierungen. Aufgrund unserer globalisierten Gesellschaft und der modernen Medien breitet sich dieses säkulare System nun auch jenseits des Westens aus.

In Jeschuas (Jesu) Zeit waren es die problematischen Sadduzäer, die nicht an den Himmel und das Übernatürliche glaubten. Sie stellten gewissermaßen den Menschen in den Mittelpunkt – eine frühe Form von ‘säkularem Humanismus’. Wir sehen das in Jeschuas Lehre über Heirat und Auferstehung in Matthäus 22,23-33. Das war anders bei den gleichfalls problematischen Pharisäern – sie glaubten an den Himmel.

Jeschuas Kommen schüttelte sowohl die Sadduzäer als auch die Pharisäer. Seine Beschreibung als “Menschensohn” spricht uns in unserer Menschlichkeit an, während sein Titel “Gottes Sohn” uns an den Himmel und das Übernatürliche erinnert. Jeschua war tatsächlich sowohl “Menschensohn“ (Matthäus 8,20; 9,6; 11,19 etc.) als auch “Gottes Sohn“ (Matthäus 27,43; Lukas 1,35; Johannes 1,49-51 etc.).

Kompromisslos

Vor dem 2. Weltkrieg dominierte die Evangelische Kirche die religiöse Landschaft in Deutschland, d. h. viele Menschen waren evangelisch. Tragischerweise gelang es Hitlers Nazipartei, diese Denomination zu beeinflussen, zu infiltrieren und zu dominieren. Nur die Bibel-zentrierte ‘Bekennende Kirche’ machte keine Kompromisse.

In seinem Buch ‘Ethik’ kritisierte Dietrich Bonhoeffer, Pastor der Bekennenden Kirche, die Lutheraner dafür, dass sie in “zwei Räumen denken”. Der ‘untere oder irdische Raum’ bezieht sich auf Wirtschaft, Politik und Verwaltung, während der ‘obere oder himmlische Raum’ Gebet, Lobpreis und Kirchenbesuch meint. Er legte dar, dass die Lutheraner sich nur mit dem ‘oberen Raum’ befassten und so den Nazis die Freiheit gaben, den ‘unteren’ zu dominieren – ‘so himmlisch gesinnt taugten sie irdisch nichts’. Die Nazis konnten daher z. B. jüdische Geschäfte konfiszieren, Juden an den Rand der Gesellschaft drängen und sie schließlich vergasen, ohne dass die Lutheraner eine theologische Basis für eine Antwort hatten.

Es ist erschreckend, dass unsere moderne humanistische Welt eine ähnliche DNA hat bezüglich der Nazis, mit dem Potential für viel Böses. Biblischer Glaube und jüdisch-christliche Werte werden an den Rand gedrängt, diffamiert und deren Vertreter schließlich verfolgt – die christliche Kirche, das jüdische Volk und der jüdische Staat. Das weltliche System befasst sich, wie bei den Sadduzäern, mit dem ‘irdischen Raum’ und kümmert sich wenig um den ‘himmlischen’.

Unsere Antwort

Der heutige weltweite Leib des Messias in all seinen vielfältigen Ausdrucksformen muss auf mindestens fünf Arten antworten:

Erstens müssen wir auf jeden Fall gleichzeitig in beiden ‘Räumen’ stehen und uns sowohl mit dem Hier-und-Jetzt als auch mit dem Ewigen befassen – “Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört” – Markus 12,17. Wir müssen uns beteiligen und Einfluss nehmen auf Politik, Wirtschaft, Bio-Ethik, Genderthemen, Armut, Umwelt und ebenso beten, Gott loben und evangelisieren.

Zweitens dürfen wir uns nicht ausgrenzen und zum Schweigen bringen lassen, sondern sollten die Debatte vielmehr öffentlich führen, sodass Satans Reich gespalten wird und untergeht. Paulus tat dies, als er in Jerusalem mit den jüdischen Führern der Sadduzäer wie auch der Pharisäer diskutierte, wie in Apostelgeschichte 23,6 berichtet wird. Er sagte: ‘Wegen der Hoffnung und wegen der Auferstehung der Toten stehe ich vor Gericht’. Er wiederholte sein Argument vor den säkularen römischen politischen Führern in Apostelgeschichte 24,21. Selbstverständlich kümmerte sich Paulus um den irdischen Bereich, aber er forderte die Sadduzäer und die Römer auf, den himmlischen Bereich zu berücksichtigen, und spaltete so diejenigen, die sich Jeschua widersetzten.

Drittens müssen wir Menschen anderer Religionen evangelisieren, die frustriert sind wegen ihres Glaubens – vielleicht wegen seiner Gewalttätigkeit oder Unzulänglichkeit. Viele Muslime z. B. werden einfach säkular; sie gehen vom ‘himmlischen Raum’ ihrer Religion direkt zu einem ‘irdischen Raum’ ohne Religion über. Jeschua bietet eine echte dritte Alternative an.

Viertens müssen wir beten: “Streck deine Hand aus, damit Heilungen und Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus” (Apg 4,30). Und dann müssen dem Taten folgen, die den himmlischen Bereich hier auf der Erde sichtbar machen.

Wenn wir diese Dinge tun, wird der Durchbruch von Erweckung in unseren Gemeinschaften und Städten beschleunigt werden. Und so wird tiefe nationale Transformation und das Kommen von Gottes Reich ‘wie im Himmel so auf Erden’ (Mt 6,10) möglich. Fünftens müssen wir also das Gebet des Herrn im Licht dieser Dinge beten und erwartungsvoll auf eine Antwort warten.

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By | 2019-11-04T15:51:35+00:00 November 1st, 2019|Unkategorisiert|0 Comments

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